{"id":551,"date":"2026-03-03T14:00:43","date_gmt":"2026-03-03T14:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/?p=551"},"modified":"2026-03-03T14:00:45","modified_gmt":"2026-03-03T14:00:45","slug":"hoffnungslos-bdsm-roman","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/?p=551","title":{"rendered":"Hoffnungslos &#8211; BDSM-Roman"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:24% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B0GR11Q1N6\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=\u00c5M\u00c5\u017d\u00d5\u00d1&amp;crid=2D1ODSX5AWDPJ&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.4RLcFbPDBHOMRYvse5poxE-u_0lh2FmFXvW986BaxaLf-pNJawvEGnBTP9S9ASWULFuwAxS1fzUWL9XDRWKHBfDn9U-V6K_tpHsaksI4PMqHfudgECSldwV9oZVWgSd-FscwXIvBXUh2T2NCodgqY276Fxizd7Hfw1TRvcipJbZf2lHqMKxmNqV8g9PYGqoGM-Wtc_Qpqs5OAWlEDxIwKlOBEG2PeIQgM7-3mn5y-tM.zglLgZBiI4szwza3QxU37k-Uj5REkY4O_YsTEl1r3dY&amp;dib_tag=se&amp;keywords=hoffnungslos+chris+drescher&amp;qid=1772545763&amp;sprefix=hoffnungslos+chris+drescher%2Caps%2C138&amp;sr=8-1\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Hoffnungslos-640x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-552 size-full\" srcset=\"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Hoffnungslos-640x1024.jpg 640w, https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Hoffnungslos-188x300.jpg 188w, https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Hoffnungslos-768x1229.jpg 768w, https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Hoffnungslos-960x1536.jpg 960w, https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Hoffnungslos-580x928.jpg 580w, https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Hoffnungslos-860x1376.jpg 860w, https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Hoffnungslos-1160x1856.jpg 1160w, https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Hoffnungslos.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Malea Winther ist eine junge, obdachlose Frau, die sich bei einem gutbetuchten Mann als Haush\u00e4lterin bewirbt. Um seiner Mutter eins auszuwischen, engagiert er die junge Malea. Doch schnell entwickelt sich bedeutend mehr zwischen den beiden und sie kommen sich auf spielerischer Ebene n\u00e4her. Dass dies bei Malea ein Gef\u00fchlschaos ausl\u00f6st, damit h\u00e4tte sie wohl rechnen m\u00fcssen. Die gnadenlose Reaktion seiner Mutter l\u00e4sst sie ebenfalls an allem zweifeln. Hat diese Spielbeziehung eine Zukunft?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B0GR11Q1N6\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=\u00c5M\u00c5\u017d\u00d5\u00d1&amp;crid=2D1ODSX5AWDPJ&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.4RLcFbPDBHOMRYvse5poxE-u_0lh2FmFXvW986BaxaLf-pNJawvEGnBTP9S9ASWULFuwAxS1fzUWL9XDRWKHBfDn9U-V6K_tpHsaksI4PMqHfudgECSldwV9oZVWgSd-FscwXIvBXUh2T2NCodgqY276Fxizd7Hfw1TRvcipJbZf2lHqMKxmNqV8g9PYGqoGM-Wtc_Qpqs5OAWlEDxIwKlOBEG2PeIQgM7-3mn5y-tM.zglLgZBiI4szwza3QxU37k-Uj5REkY4O_YsTEl1r3dY&amp;dib_tag=se&amp;keywords=hoffnungslos+chris+drescher&amp;qid=1772545763&amp;sprefix=hoffnungslos+chris+drescher%2Caps%2C138&amp;sr=8-1\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"60\" src=\"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/JETZT-LESEN-BUTTON.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18\" style=\"width:193px;height:auto\"\/><\/a><\/figure><\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Job ist so wichtig f\u00fcr mich. Noch einmal mustere ich mich in dem milchig tr\u00fcben Spiegel des heruntergekommenen Hostels. Die Bluse, die ich gestern in diesem Secondhandshop gefunden habe, war ein echter Gl\u00fccksgriff. Und die Dame zu fragen, ob sie sie mir umsonst gibt, wenn ich kurz f\u00fcr sie einige L\u00f6cher in Kleidungsst\u00fccken stopfe, die ansonsten unverk\u00e4uflich w\u00e4ren, war vermutlich meine beste Idee. So habe ich mir auch noch einen passenden schwarzen Rock verdient und durfte sogar beides noch im Laden b\u00fcgeln.<br \/>\nMeine dunklen Haare habe ich versucht in einem festen Flechtzopf zu b\u00e4ndigen, aber meine Locken sind einfach so dick, dass ich Schwierigkeiten habe, sie zu einer ordentlichen Frisur zu stylen. Als ich genau hinsehe, stelle ich fest, dass ich beim Tuschen meiner gr\u00fcnblauen Augen die Mascara leicht verschmiert habe, was ich noch schnell behebe. Ich habe sie im M\u00fcllcontainer einer Drogeriekette gefunden. Es war ein Tester, aber er war nicht leer, also nutze ich die Mascara f\u00fcr solche Anl\u00e4sse wie heute. Diese Stadt \u00fcberfordert mich noch ein wenig und sollte ich den Job nicht bekommen, muss ich schnell wieder hier weg, denn M\u00fcnchen ist unfassbar teuer. F\u00fcr das Bewerbungsgespr\u00e4ch muss ich in eine Gegend namens Bogenhausen. Laut einer kurzen Recherche wohl eines der teuersten Viertel M\u00fcnchens. Aber wer kann sich sonst auch eine Hauswirtschafterin in Vollzeit leisten?<br \/>\nIch habe keine Ahnung, wie gut meine Chancen sind. Schlie\u00dflich habe ich keine Ausbildung gemacht, da ich nie einen Schulabschluss machen konnte. Au\u00dferdem habe ich absolut keine Ahnung, wie viele Menschen sich auf eine solche Stelle bewerben. Ebenso habe ich noch keinen blassen Schimmer, ob ich \u00fcberhaupt mit Menschen aus dieser Gesellschaftsschicht zurechtkomme. Oder sie mit mir. Aber all diese Fragen kann ich nur beantworten, wenn ich p\u00fcnktlich zu meinem Vorstellungsgespr\u00e4ch komme und das bedeutet, ich muss jetzt los.<br \/>\nAls ich auf die Stra\u00dfe trete, merke ich erst, wie heftig es regnet. Ich schlage den Kragen meiner d\u00fcnnen Jacke nach oben und versuche mich, so gut es geht, dahinter zu verstecken. Ich renne zur U-Bahnstation, denn dann bin ich wenigstens wieder schnell raus aus diesem Regenguss. Ich friere und bereue zutiefst, nicht doch meine lange schwarze Hose angezogen zu haben. Vielleicht kann ich mich noch irgendwo umziehen, denn dabei habe ich ohnehin all mein Hab und Gut. Es passt schlie\u00dflich alles in meinen Rucksack und so kann mich schon keiner bestehlen, wie es mir so oft bereits passiert ist. Mein Styling heute Morgen war vollkommen umsonst. Ich f\u00fchle mich jetzt schon wie ein begossener Pudel. Aber ein paar trockene Stellen haben meine Klamotten noch. Wenigstens etwas. Darauf versuche ich mich zu fokussieren, um zumindest ein wenig meinen Optimismus zu f\u00f6rdern.<br \/>\nUnd wenn es schief geht, muss ich eben woanders hin. Neu anfangen ist schlie\u00dflich absolut nichts, was mir fremd w\u00e4re. Ich habe schon unz\u00e4hlige Male `neu angefangen\u00b4. Auch dieses Mal hat mich einer der Kerle im Obdachlosenheim auf dem Kieker gehabt. Ich hatte solche Angst vor ihm und alles, was ich mir erbettelt habe, musste ich an ihn abdr\u00fccken. Deswegen bin ich ganz weit weggegangen. Der erste Zug, der an diesem Tag ankam und voll genug war, darin unterzugehen, war ein ICE nach M\u00fcnchen, also habe ich mich vor den Schaffnern versteckt. F\u00fcr mein Bahnticket heute habe ich regul\u00e4r bezahlt, denn ich kann es mir nicht leisten, erwischt zu werden, weil dann das Bewerbungsgespr\u00e4ch hinf\u00e4llig w\u00e4re. Die Aufnahme meiner Personalien dauert einfach immer viel zu lang, weil ich keinen Ausweis und keinen festen Wohnsitz habe.<br \/>\nAls ich aus der Bahn steige, regnet es noch immer unerl\u00e4sslich. Aber was soll\u00b4s? Nass bin ich ohnehin. Ich nehme noch einmal das Papier in die Hand, auf dem ich mir den Weg notiert habe und biege nach rechts ab. Die H\u00e4user, die ich hier sehe, kann man fast nicht als solche bezeichnen. Das sind Pal\u00e4ste. Je weiter ich von der Bahn wegkomme, desto extremer wird es. Immer wieder sehe ich mich um, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin. Mein Papier ist mittlerweile aufgeweicht. Gerade will ich es wieder zur\u00fcck in meine Tasche stecken, da h\u00f6re ich, wie ein Auto von hinten angerauscht kommt. Nat\u00fcrlich befindet sich genau neben mir eine riesige Pf\u00fctze und ich schaffe es nicht mehr, zur Seite zu springen. Das Auto weicht keinen Zentimeter aus und f\u00e4hrt gef\u00fchlt mit Vollgas durch die Pf\u00fctze. Das dreckige Wasser spritzt mir bis ins Gesicht. Es l\u00e4uft in meine Jacke hinein und ich sp\u00fcre, wie nun auch meine Bluse durch und durch nass ist. Fluchend gestikuliere ich hinter der dicken schwarzen Limousine mit M\u00fcnchner Kennzeichen her. Der Fahrer scheint mich nicht einmal bemerkt zu haben. Er setzt einen Blinker und biegt ab.<br \/>\nJetzt friere ich richtig. Ich zittere am ganzen K\u00f6rper. Ich muss mich irgendwo umziehen. Als ich an einem kleinen Gebiet mit einigen B\u00e4umen und B\u00fcschen vorbeikomme, verstecke ich mich dahinter und ziehe meinen Rucksack vom R\u00fccken. Doch schon beim ersten Griff merke ich, dass mir die Kleidung darin nicht helfen wird. Offenbar hat die Pf\u00fctze auch hier Hochleistung erbracht. Alles in meinem Rucksack ist triefnass. Schnell ziehe ich das einzige aus der Tasche, das mir wirklich wichtig ist. Das Foto meiner Mutter. Aber es ist ebenfalls triefnass und ich k\u00f6nnte heulen, denn es wellt sich jetzt schon und macht nicht den Eindruck, als k\u00f6nnte ich es noch retten. Tr\u00e4nen der Wut und des Frustes steigen mir in die Augen. Was f\u00fcr eine Schei\u00dfe! Und das alles f\u00fcr einen Job, den ich mit diesem durchn\u00e4ssten Outfit ohnehin nicht bekommen werde. Dennoch werde ich da jetzt hingehen. Vielleicht bekomme ich ja wenigstens einen hei\u00dfen Tee oder so.<br \/>\nFrustriert betrachte ich noch einmal das Bild meiner Mutter und schiebe es an die Stelle im Rucksack, von der ich denke, dass sie noch am trockensten ist. Umziehen macht jedenfalls keinen Sinn, also m\u00fcssen diese stinkreichen Typen jetzt eben ertragen, dass ich patschnass ankomme.<br \/>\nIch biege noch einmal um eine Ecke und dann in eine Auffahrt. Nach einigen Metern frage ich mich, ob ich falsch abgebogen bin, denn au\u00dfer einem Weg und B\u00e4umen, sehe ich nichts. Dann aber h\u00f6re ich ein Auto, das mir entgegenkommt und ich wage es doch, noch ein St\u00fcck weiterzugehen. Am Steuer des Kleinwagens sitzt eine Mittvierzigerin, die akkurat gekleidet ist und sehr adrett wirkt. Wenn das meine Konkurrenz ist, kann ich gleich wieder auf dem Absatz kehrt machen. Gerade \u00fcberlege ich, dies auch wirklich zu tun, als ich pl\u00f6tzlich das Anwesen erblicke. Es ist riesig. Eine breite Sandsteintreppe f\u00fchrt zu einer doppelfl\u00fcgeligen Eingangst\u00fcr. S\u00e4ulen s\u00e4umen den Eingang und sogar der obligatorische Steinl\u00f6we bewacht das Anwesen. Ein steinerner Brunnen in der Einfahrt setzt dem ganzen noch die Krone auf.<br \/>\nIch erwische mich dabei, dass ich mit offenem Mund stehengeblieben bin, aber allein das Geb\u00e4ude nebenan, das die Garage zu sein scheint, ist so riesig, das es vermutlich mindestens acht Fahrzeuge beherbergt. Das einzige Fahrzeug, das ich sehe, ist allerdings eine gro\u00dfe schwarze Limousine, deren Kennzeichen mir leider nur allzu bekannt vorkommt. Vermutlich hat es eine Konkurrentin eilig gehabt, hierher zu kommen, um ihren Termin nicht zu verpassen. Deswegen war sie blind f\u00fcr diese Pf\u00fctze und mich. Allerdings finde ich, dass eine Person, die sich ein solches Auto leisten kann, es nicht verdient hat, einen solchen Job zu bekommen. Sie hat ihren eigenen Luxus und muss nicht an dem anderer schnuppern.<br \/>\nNoch einmal atme ich tief durch, versuche mein konstantes Zittern in den Griff zu bekommen und betrete dann die Treppe. Als ich die T\u00fcr erreiche, sehe ich einen T\u00fcrklopfer und bet\u00e4tige ihn. Die T\u00fcr geht auf und ein Mann im perfekt sitzenden Anzug und wei\u00dfen Handschuhen nickt mir freundlich zu.<br \/>\n\u201eGuten Tag. Mein Name ist Malea Winther. Ich habe einen Termin f\u00fcr ein Vorstellungsgespr\u00e4ch.\u201c<br \/>\n\u201eGuten Tag Frau Winther. Sie sind aber nass geworden. Kommen Sie doch erst einmal herein. Ich bringe Ihnen Handt\u00fccher, damit Sie sich ein wenig trockenlegen k\u00f6nnen.\u201c<br \/>\n\u201eDanke, aber das ist doch nicht n\u00f6tig.\u201c<br \/>\nLeider zieht eine Frostwelle genau in diesem Moment durch meinen K\u00f6rper und ich zittere am ganzen Leib.<br \/>\n\u201eUnd wie das n\u00f6tig ist. Ich lasse Ihnen auch noch schnell einen Tee aufsetzen. Sie sind ja vollkommen ausgek\u00fchlt.\u201c<br \/>\n\u201eDanke, aber bitte machen Sie sich keine M\u00fche. Es geht schon.\u201c<br \/>\n\u201eDie Herrschaften brauchen ohnehin noch einen Moment. Wenn Sie die Gelegenheit nutzen wollen, um sich frisch zu machen, d\u00fcrfen Sie gerne das G\u00e4ste-WC benutzen.\u201c<br \/>\nEr weist mir eine T\u00fcr und macht dabei eine leichte Verbeugung. Hui, er wirkt so steif und doch so freundlich und zuvorkommend. Ich wei\u00df nicht, ob er einfach nur eine Maske tr\u00e4gt oder ob er wirklich so ist. Ich selbst kann so steif sicher nicht auftreten. Ich bedanke mich jedenfalls bei ihm und schl\u00fcpfe ins G\u00e4ste-WC.<br \/>\nIm n\u00e4chsten Moment finde ich mich in etwas wieder, was in meinen Augen nichts mit einem G\u00e4ste-WC zu tun hat. Soll das ein Witz sein? Dieser Raum ist ausgestattet mit Marmorfliesen und goldenen Armaturen. Das Waschbecken ist eine Runde Sch\u00fcssel aus Stein und vor allem ist dieser Raum gr\u00f6\u00dfer als jedes Badezimmer, das ich zuvor gesehen habe.<br \/>\nAls ich in den Spiegel sehe, erschrecke ich. Meine Mascara ist komplett verlaufen. Schwarze Streifen \u00fcberziehen mein Gesicht als sei ich ein Zebra und meine Augen sind so dunkel verschmiert, dass ich einem Waschb\u00e4r gleiche. Schnell greife ich nach einem St\u00fcck Toilettenpapier und als ich es ber\u00fchre, schrecke ich kurz zur\u00fcck. Es f\u00fchlt sich an wie Stoff. Das hat nichts mit dem Zeug zu tun, das ich mit viel Gl\u00fcck auf \u00f6ffentlichen Toiletten in der Hand halte. Wow. Und mit sowas wischen die sich hier den Hintern ab? Angesichts meines Gedankens muss ich grinsen, aber genau in diesem Moment klopft es an der T\u00fcr.<br \/>\n\u201eFr\u00e4ulein Winther? Ich soll Ihnen Handt\u00fccher bringen. Ihr Tee ist auch aufgesetzt.\u201c<br \/>\nSchnell \u00f6ffne ich die T\u00fcr und eine \u00e4ltere Frau l\u00e4chelt mich an.<br \/>\n\u201eOje, Kindchen, Sie sind ja vollkommen durchn\u00e4sst. Soll ich nachsehen, ob ich etwas f\u00fcr Sie zum Anziehen finde?\u201c<br \/>\nBei einem Blick auf sie, hege ich gr\u00f6\u00dfte Zweifel, denn sie ist mindestens einen Kopf kleiner als ich und doppelt so breit.<br \/>\n\u201eDas ist lieb, aber es geht schon. Danke f\u00fcr die Handt\u00fccher.\u201c<br \/>\nSie nickt und ich erwidere die Geste und schlie\u00dfe dann noch einmal die T\u00fcr. Schnell rubble ich \u00fcber meine Kleidung und ziehe endlich diesen Mantel aus. Er tropft auf den Boden und das ist mir so unangenehm. Eines der Handt\u00fccher nutze ich deswegen, um die kleinen Wasserlachen aufzusaugen, die sich unter mir gebildet haben.<br \/>\nAls ich auf dem Flur laute Stimmen h\u00f6re, wische ich endlich ganz schnell diese Wimperntusche aus meinem Gesicht und trockne noch ein Wenig meine Haare, die nun wenigstens ein wenig flacher sind, da meine Locken triefnass nicht so sehr zur Geltung kommen.<br \/>\nDie Stimmen werden noch lauter. Es sind eine m\u00e4nnliche und eine weibliche Stimme, die miteinander streiten. Ich verstehe nicht, worum es geht, aber beide scheinen sehr aufgebracht zu sein. So pl\u00f6tzlich wie die Ger\u00e4usche begonnen haben, sind sie auch wieder weg und ich husche schnell zur\u00fcck auf den Flur.<br \/>\n\u201eDarf ich Ihnen nun den Mantel abnehmen?\u201c<br \/>\nIch reiche ihn dem freundlichen Mann, der mir einen verstohlenen Blick zuwirft und mir offenbar etwas sagen m\u00f6chte, es aber aus H\u00f6flichkeit nicht direkt tut. Mein Blick wandert an mir herunter und genau in dem Augenblick, da ich merke, dass diese Bluse komplett durchsichtig ist und mangels einen BHs nun meine Nippel deutlich zu erkennen sind, tritt eine \u00e4ltere Frau auf den Flur.<br \/>\n \u201eFr\u00e4ulein Winther?\u201c<br \/>\n\u201e\u00c4hm. Ja.\u201c<br \/>\nSchnell wende ich mich ihr zu und strecke meine Hand in ihre Richtung aus. Sie mustert mich absch\u00e4tzig von oben bis unten und starrt dann meine ausgestreckte Hand an. Offenbar hat sie nicht vor, sie zu ergreifen.<br \/>\n\u201eEntschuldigen Sie bitte mein Auftreten. Ein Auto hat mich auf dem Weg hierher komplett nassgespritzt.\u201c<br \/>\n\u201eAha.\u201c<br \/>\nSie dreht auf dem Absatz um und betritt den Raum, aus dem sie kam. Ich stehe unentschlossen da, weil ich nicht wei\u00df, was ich tun soll. Soll ich der furchteinfl\u00f6\u00dfenden Frau folgen? Oder hat sich das Bewerbungsgespr\u00e4ch jetzt schon erledigt?<br \/>\n\u201eKommen Sie oder wollen Sie Wurzeln schlagen?\u201c<br \/>\nDie Frau sieht mich nun noch \u00fcberheblicher an und mir vergeht gerade die Lust auf dieses Gespr\u00e4ch.<br \/>\n\u201eEntschuldigung.\u201c<br \/>\nIch folge ihr und betrete eine Art Bibliothek. Ein Kamin brennt in der Ecke und strahlt eine verf\u00fchrerische W\u00e4rme aus. Am liebsten w\u00fcrde ich mich davor kauern und aufw\u00e4rmen. Zwei Ohrensessel stehen in perfekt arrangiertem Winkel davor. Eine gro\u00dfe Fensterfront in den Garten steht im Kontrast zu den vollgestellten B\u00fccherregalen. In der Mitte steht ein runder Holztisch. Dort nimmt die Frau nun Platz und zieht einen Stapel Papiere zu sich, der ganz nach meiner Bewerbung aussieht.<br \/>\n\u201eIch w\u00fcrde Ihnen einen Platz anbieten, aber die Polster vertragen keine Feuchtigkeit. Das werden Sie sicher verstehen.\u201c<br \/>\nIch nicke verst\u00e4ndnisvoll, dabei finde ich es unm\u00f6glich, dass sie dann nicht auch einfach stehenbleibt.<br \/>\n\u201eSie schreiben hier nichts von Referenzen oder Berufserfahrung. Warum haben Sie sich auf diesen Job beworben?\u201c<br \/>\n\u201eWeil ich einen Haushalt perfekt f\u00fchren kann. Ich kann au\u00dferdem n\u00e4hen und bin handwerklich begabt. Also k\u00f6nnte ich auch kleinere Reparaturen erledigen.\u201c<br \/>\n\u201eUnd wie gro\u00df ist Ihr eigener Haushalt? Das ist n\u00e4mlich nicht mit einem solchen Anwesen zu vergleichen. Das ist Ihnen hoffentlich klar, oder?\u201c<br \/>\n\u201eNat\u00fcrlich ist es das.\u201c<br \/>\nIch w\u00fcrde sie ja gerne mit Namen ansprechen, aber weder stand in der Stellenannonce ein Name, noch wurde er mir irgendwann genannt. Also habe ich keine Ahnung, wie ich sie ansprechen soll.<br \/>\n\u201eIch bin ganz ehrlich. Sie passen in keiner Weise in das Stellenprofil und sind ganz offensichtlich vollkommen fehl am Platz. Allein schon Ihr Auftreten l\u00e4sst nicht nur zu w\u00fcnschen \u00fcbrig.\u201c<br \/>\n\u201eMutter!\u201c<br \/>\nIch zucke erschrocken zusammen. Ein Mann erhebt sich aus dem Ohrensessel, der mir mit der R\u00fcckenlehne zugewandt war. Ich hatte ihn gar nicht bemerkt. Er sieht verflucht gut aus. Sein Anzug scheint ma\u00dfgeschneidert zu sein. Sein Dreitagebart legt einen dunklen Schatten auf sein Gesicht. Seine Augen sind ernst und funkeln w\u00fctend. Seine Anspannung ist ihm anzusehen. Sein Blick f\u00e4llt auf meine durchn\u00e4sste Bluse und bleibt ganz offensichtlich an meinen Nippeln h\u00e4ngen. Das ist so unangenehm. Ich kann doch nichts daf\u00fcr, dass diese bl\u00f6de Bluse durchsichtig geworden ist, weil dieses Auto so an mir vorbeigerast ist.<br \/>\n\u201eGuten Tag. Sie sind also Frau Winther? Mein Name ist Rabenwald. Ich bin der Hausherr und in diesem Zusammenhang biete ich Ihnen gerne an, sich hinzusetzen.\u201c<br \/>\nSeine Mutter schnappt nach Luft und ist offenbar kurz davor einen Herzinfarkt zu erleiden. Ich empfinde seine Art als sehr angenehm.<br \/>\n\u201eSchon okay. Ich mache ja wirklich alles nass.\u201c<br \/>\n\u201eIch habe Ihnen einen Platz angeboten. Es gebietet der Anstand, dass Sie sich nach meiner Aufforderung setzen.\u201c<br \/>\nOkay. Ich revidiere mein Urteil \u00fcber ihn, der mir deutlich h\u00f6flicher und angenehmer vorkam als seine Mutter. Der Apfel f\u00e4llt eben wirklich nicht weit vom Stamm. Angesichts seiner herrischen, gebieterischen und eindringlich brummenden, fast schon knurrenden Stimme setze ich mich. Ich f\u00fchle mich mit einem Mal winzig klein.<br \/>\n\u201eGut. Mutter, dieses Gespr\u00e4ch f\u00fchre nun ich. Du hast deinen Senf zu allen Kandidaten gegeben. Ich wei\u00df, du verl\u00e4sst mein Haus nicht, ehe ich niemanden angestellt habe, also werde ich mich heute f\u00fcr einen Kandidaten entscheiden, da ich dich und dein Verhalten sowas von leid bin. Und jetzt geh und pack deine Sachen. Oder lass es Joseph f\u00fcr dich machen, wenn du dir daf\u00fcr zu fein bist.\u201c<br \/>\nSein Umgangston l\u00e4sst wirklich zu w\u00fcnschen \u00fcbrig und das sieht seine Mutter wohl auch so, denn sie springt auf und giftet ihn an.<br \/>\n\u201eDar\u00fcber sprechen wir noch.\u201c<br \/>\nDaraufhin verl\u00e4sst sie w\u00fctend das Zimmer, schlie\u00dft die T\u00fcr aber dennoch an der Klinke ganz leise und behutsam. Das entlockt mir tats\u00e4chlich ein dezentes Grinsen. So viel Beherrschtheit in einer solch explosiven Stimmung w\u00fcrde ich nicht zustande bringen. Keine Chance. Daf\u00fcr bin ich viel zu aufbrausend.<br \/>\n \u201eIch rede jetzt Klartext mit Ihnen. Ich will keine Haush\u00e4lterin. Ich brauche niemanden, der mir hinterherputzt. Meine K\u00f6chin Hannelore h\u00e4lt die K\u00fcche sauber und mein Butler Joseph organisiert alles in diesem Haus. Da kann ich wei\u00df Gott ein wenig den Wischmopp schwingen. Und eine Putzfrau kann ich auch stundenweise holen, wenn ich merke, dass mir etwas zu viel wird. Ich mache Ihnen jetzt einen Vorschlag. Wir wissen beide, dass Sie g\u00e4nzlich ungeeignet f\u00fcr diesen Job sind, aber Sie ziehen jetzt hier ein und bleiben zwei Wochen. Nach diesen zwei Wochen verschwinden Sie so schnell wie sie auch einziehen werden. Ich zahle Ihnen f\u00fcr diese zwei Wochen sechs Monatsgeh\u00e4lter. Ich sehe und h\u00f6re danach nie mehr wieder etwas von Ihnen. In der Zeit, in der Sie hier sind, m\u00fcssen Sie sich um nichts k\u00fcmmern, aber seien Sie nicht unfassbar laut, verbreiten Sie kein Chaos und gehen Sie mir aus dem Weg. Dann k\u00f6nnen Sie hier quasi zwei Wochen Luxusurlaub machen und werden wirklich k\u00f6stlich dabei bekocht. Deal?\u201c<br \/>\nMir ist ein wenig schwindlig. Mit so etwas h\u00e4tte ich im Leben nicht gerechnet. Ist das sein Ernst? Das kann ich nicht ausschlagen. Dieses Angebot ist einfach zu verf\u00fchrerisch und ich w\u00fcrde wirklich hier schlafen und wohnen?<br \/>\n\u201eHallo?\u201c<br \/>\nEr schnipst vor meinem Gesicht mit einem Finger herum. Er ist ungeduldig und diese Geste katapultiert mich zur\u00fcck in die Realit\u00e4t. Ist es dieses Geld wirklich wert, zwei Wochen bei einem solch arroganten, anstandsbefreiten Schn\u00f6sel zu verbringen? Damit verkaufe ich quasi meine Seele an den Teufel. Aber ohne dieses Angebot stehe ich mal wieder vor dem Nichts. Und mit sechs Monatsgeh\u00e4ltern k\u00f6nnte ich mir vielleicht zumindest eine Wohnung anmieten, was mir dann endlich erm\u00f6glicht einen Personalausweis zu beantragen und danach zum Arbeitsamt zu gehen. Ohne festen Wohnsitz hatte ich da nie eine Chance. Oh! Und vielleicht k\u00f6nnte ich mir sogar eine Krankenversicherung leisten. Das w\u00e4re der Wahnsinn. Ich war seit meinem Ausrei\u00dfen nur noch einmal notfallm\u00e4\u00dfig im Krankenhaus. Das war aber nicht meine Schuld. Ich war nur nicht bei Bewusstsein und sitze theoretisch noch immer auf den Schulden der Behandlung. Damals hatte ich tagelang nichts zu essen gehabt und es herrschten -12\u00b0C. Der kurze Aufenthalt inklusive des Rettungswagens, der mich in die Klinik gebracht hat, hat spa\u00dfige 2.900 \u20ac gekostet. Noch habe ich nicht einen Cent bezahlt, aber irgendwann m\u00f6chte ich diese Rechnung begleichen.<br \/>\nVerdammt, ich habe ihm noch immer keine Antwort gegeben.<br \/>\n\u201e\u00c4hm m\u00fcsste ich dann hier f\u00fcr die Miete zahlen? Hat das Ganze einen Haken? Wo w\u00fcrde ich wohnen?\u201c<br \/>\n\u201eIm Bedienstetenhaus neben der Garage. Zahlen m\u00fcssten Sie nichts. In meinen Augen ist das f\u00fcr uns beide eine Win-Win-Situation. Ich bin meine Mutter los und Sie haben ohne jeden Aufwand ein halbes Jahresgehalt.\u201c<br \/>\n\u201eOkay. Wann geht es los?\u201c<br \/>\n\u201eIch hole den Vertrag und lasse Ihnen dann direkt von Joseph Ihr Zimmer zeigen. Im Anschluss k\u00f6nnen Sie noch ein paar Sachen aus Ihrer Wohnung holen und dann mit dem Entspannen loslegen. Ich brauche nur noch ein paar Angaben von Ihnen. Einen Moment bitte.\u201c<br \/>\nEr steht auf und geht zu einem der Regale, aus dem er eine Mappe hervorholt. Aus dieser holt er einen Packen Papier und kehrt dann wieder zu mir zur\u00fcck. Gemeinsam gehen wir den Vertrag durch und ich mache alle Angaben, die ich machen kann. Er versichert mir, dass er alles andere schon gekl\u00e4rt bekommt und nickt mir nach der Unterschrift zu.<br \/>\n\u201eDann sieht man sich vielleicht die Tage mal irgendwann. Ich muss jetzt wieder an die Arbeit. Und zu keinem ein Wort \u00fcber unsere Vereinbarung. Bis dann, Malea.\u201c<br \/>\nEs ist das erste Mal, dass er mich beim Vornamen nennt, und ich hasse es, was f\u00fcr eine Wirkung das auf mich hat. Er spricht meinen Namen mit einem Unterton aus, der mir direkt in meinen verfluchten, ausgehungerten Unterleib schie\u00dft.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":552,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[31],"tags":[11,12,8],"class_list":["post-551","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-buecher-2026","tag-bdsm-roman-deutsch","tag-chris-drescher","tag-dark-romance"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/551","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=551"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/551\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":553,"href":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/551\/revisions\/553"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/552"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=551"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=551"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dunkle-leidenschaft.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=551"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}